Die Herstellung – von der flüssigen Masse zum Design-Möbelstück

Die Herstellung – von der flüssigen Masse zum Design-Möbelstück

Um möglichst viele Fehlerquellen auszuschließen, ist ein hoher Aufwand an Vor- und Nachbereitungsarbeiten nötig. Es werden genaue Pläne erstellt, für die Schalungsform und natürlich für das eigentliche Endprodukt.

Bereits die Form zu bauen (die Schalung) stellt eine Herausforderung dar. Sie ist vergleichbar mit einem genau gearbeiteten Maßanzug und muss ein genaues Spiegelbild des Endprodukts sein. Über Erfolg und Misserfolg entscheidet bereits die exakte Ausführung der Form. Jede noch so geringe Schwachstelle, Unachtsamkeit, Unebenheit kann beim Endprodukt zu irreparablen Schäden führen.

Das Schalungsmaterial wird je nach Anforderung ausgewählt, denn es ist maßgeblich für die gewünschte Oberflächenstruktur, das spätere „Gesicht“ des Möbelstücks.

Doppelwaschbecken mit Unterbau

Mit dem Abguss des Betons beginnt die eigentliche Fertigung des Möbels. Zentimeter für Zentimeter wird eine unscheinbare zähe Masse aus Sand, gewaschenem Kies, Zement und Wasser in die Form eingebracht. Der Beton enthält keine Beimischungen wie Fasern, Harze oder ähnlichem; hier wird reiner, echter Beton verarbeitet.

Es ist leichtfertig, den Beton lieblos in die Schalung einzubringen. Hier wird behutsam aber zügig vorgegangen, um die hohe Qualität zu gewährleisten.

Der sich anschließende Austrocknungsprozess erfordert eine materialgerechte Lagerung. Ansonsten kann auch noch in dieser Phase das Objekt unwiderruflich zu Schaden kommen und zerstört werden. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind dabei die wichtigsten Faktoren.

Nach Abschluss der Trockungsphase wird das Möbelstück mit viel Behutsamkeit und Geschick aus der Form genommen – es wird ausgeschalt.

Das endgültige Erscheinungsbild wird von unzähligen Faktoren beeinflusst. Beton hat seinen eigenen Charakter. Das bedeutet, dass feine Risse – so unschön es klingen mag – zum Beton gehören wie Äste an einen Baum. Nach dem Ausschalen beurteilen wir mögliche Risse und entscheiden über Sein oder Nichtsein des Objektes. Sollte die Betonmischung beispielsweise zu viel Wasser enthalten, dann kann sich das Material in der Schalung noch Stunden später absetzen, was zu sichtbaren Spuren an der Oberfläche führt. Wenn anderseits zu wenig Wasser enthalten ist, wird der Anteil der Poren zu hoch. (Außer es wird so gewünscht).

Somit kann es vorkommen, dass das Waschbecken oder der Tisch erneut gegossen wird. Nur Möbel, die unseren Ansprüchen genügen, werden Sie begeistern.

Der Beton hat es in der Hand, für welche Farbe er sich genau entscheidet. Etwas dunkler – etwas heller – alles ist möglich. Unsere Standard-Betonfarben sind Anthrazit, Betongrau und Sand. Weitere Farben sind durch das Zugeben von natürlichen Farbpigmenten möglich (z. B. Eisenoxyd, das ein Anthrazit/Schwarz ergibt) und auf Anfrage erhältlich.

Durch anschließendes imprägnieren, wachsen und polieren bekommt der Beton seinen finales Aussehen – individuell und jedes Mal einzigartig.

„Es ist jedes Mal ein erhebendes Gefühl, vor einem fertigen Stück zu stehen und zu wissen, dass man daran beteiligt war.“